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GP-Bern die 10 schönsten Meilen der welt grand prix

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Röthlin fehlten elf Sekunden zum Sieg

Viktor Röthlin wäre beim 27. Grand Prix von Bern beinahe in die Fussstapfen von Markus Ryffel, 1989 der letzte Schweizer GP-Sieger, getreten. Der Kenianer Philip Njoroge feierte einen überraschenden Start-Ziel-Sieg, wäre am Schluss aber durch Röthlin beinahe noch eingeholt worden.

 

Der 27. Grand Prix von Bern stand einmal mehr im Zeichen einer fantastischen Stimmung entlang der Strecke: 100 000 Zuschauer jubelten den Läuferinnen und Läufern zu, denen die schwüle Hitze etwas zu schaffen machte. Am schnellsten am Ziel war ein Läufer, der international noch nicht von sich reden gemacht hat: Der 21-jährige Kenianer Philip Njoroge kam bei seiner ersten GP-Teilnahme zu einem überraschenden Start-Ziel-Sieg. Der kenianische Hochschulmeister schlug ein horrendes Tempo an und legte phasenweise 300 Meter zwischen sich und seine Verfolger. Bis am Schluss schmolz der Vorsprung auf den zweitplatzierten Viktor Röthlin auf elf Sekunden. Die Schweizer Olympiamedaillen-Hoffnung war trotz des knapp verpassen Siegs zufrieden: „Der Fahrplan stimmt“, meinte der Innerschweizer, der in 15 Wochen in Peking auf das Podest des Olympia-Marathons laufen möchte. Markus Ryffel bleibt somit vorderhand der letzte Schweizer Sieger. Das heutige OK-Mitglied des Grand Prix von Bern feierte 1989 den letzten seiner vier Siege.

 

Flückiger-Joly auf Rang 4

Bei den Frauen stand erneut ein neues Gesicht zuoberst auf dem Podest. Jana Muia (Ken) verwies die Ungarin Aniko Kalovics, die noch bei Kilometer 10 geführt hatte, auf den Ehrenplatz. Vorjahressiegerin Helene Musyoka erwischte nicht den besten Tag und wurde Dritte. Mit Angéline Flückiger-Joly (4.) klassierte sich die beste Schweizerin so weit vorne wie schon lange nicht mehr. Der Westschweizerin machte die Hitze nach eigenen Aussagen weniger zu schaffen, als sie befürchtet hatte.

 

Bandi und Jenni siegreich

Beim Altstadt-GP (4,6 km) kam es zu Favoritensiegen: Der Berner Philip Bandi (GGB) kam nach 2007 zu seinem zweiten Erfolg, bei  den Frauen setzte sich mit Mirja Jenni (TVL) ebenfalls die Vorjahressiegerin durch.

 

Drittbester Wert der GP-Geschichte

OK-Präsident Urs Stauffer war mit der 27. Austragung rundum zufrieden und sprach von „einem Sportfest im Herzen Berns“.19 780 klassierte Läuferinnen und Läufer sorgten für den drittbesten Wert in der GP-Geschichte, was aufgrund des Termins (Pfingstsamstag) nicht erwartet werden durfte.

 

Viel Arbeit für die Sanitäter

Infolge der schwülen Witterung hatte der Sanitätsdienst alle Hände voll zu tun. Zehn Personen, darunter ein Kind, mussten nach Schwächeanfällen hospitalisiert werden. Insgesamt wurden auf der Strecke und in den Sanitätszelten 179 Personen behandelt.

 

GP von Bern auf StarTV

Dank dem Engagement der Post und Swiss Runners werden dieses Jahr regelmässig Berichte über die schönsten Laufveranstaltungen ausgestrahlt: Am Mittwoch, 14. Mai (21.30 - 22.00 Uhr) wiedmet sich das Swiss-Runners-Magazin im Schweizer Sportfernsehen auf StarTV dem Grand Prix von Bern.

 

GP 2009 so früh wie noch nie

Nächstes Jahr steht der Grand Prix von Bern so früh wie noch nie auf dem Programm. Weil das BEA-Gelände ab dem 24. April 2009 der Eishockey-WM zur Verfügung steht, fällt der Startschuss des GP 2009 bereits am 18. April.